Souveräne KI
für Unternehmen
Souveräne KI bedeutet, dass Unternehmen selbst bestimmen können, wie sie künstliche Intelligenz einsetzen und betreiben. Dazu gehört die Kontrolle darüber, wo Unternehmensdaten verarbeitet werden und wer darauf zugreifen darf. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, geeignete Sprachmodelle für die eigenen Aufgaben auszuwählen und bei Bedarf zu wechseln.
Mit der Wahl einer KI-Lösung werden auch die Bedingungen für den späteren Betrieb festgelegt: wie vertrauliche Informationen verarbeitet werden, welche Funktionen verfügbar sind und wie die Nutzung abgerechnet wird. Änderungen durch den Anbieter können bereits eingerichtete Arbeitsabläufe beeinträchtigen oder ihre Kosten so erhöhen, dass sie sich nicht mehr rechnen.
Welche Abhängigkeiten durch Cloud-KI entstehen
Wer Unternehmensdaten durch einen Cloud-KI-Anbieter verarbeiten lässt, kann eigene Anforderungen an Speicherorte, Löschfristen und Zugriffsrechte nur so weit umsetzen, wie dessen Angebot es technisch und vertraglich ermöglicht.
Eine weitere Abhängigkeit entsteht, wenn Unternehmen ihre eigene Software auf die KI-Funktionen des Cloud-Anbieters ausrichten. Beim Wechsel zu einem anderen KI-Anbieter müssen sie dann möglicherweise Teile dieser Software neu entwickeln.
Der bisherige Cloud-Anbieter kann ein Unternehmen aber auch zwingen, seine Software umzubauen. Schaltet er eine eingesetzte KI-Version ab oder ändert seine Schnittstelle so, dass bestehende Automatisierungen nicht mehr funktionieren, muss das Unternehmen reagieren. Den Zeitplan gibt dabei der Anbieter vor. Trifft eine solche Änderung das Unternehmen unvorbereitet, können bisher funktionierende Abläufe ausfallen. Dann müssen Aufgaben vorübergehend manuell erledigt werden oder bleiben liegen, während zusätzlich Kosten für die technische Behebung entstehen.
Diese Bindung an einen Anbieter schränkt auch den Spielraum bei Preiserhöhungen ein. Eine Änderung der Preise oder des Abrechnungsmodells kann die Kalkulation eines bereits eingeführten KI-Einsatzes hinfällig machen. Werden bisher pauschal enthaltene KI-Funktionen künftig nach Verbrauch abgerechnet, hängt die Rechnung davon ab, wie viel Text die KI verarbeitet und erzeugt. Auch höhere Tokenpreise können denselben Arbeitsablauf erheblich verteuern, ohne dass er dadurch mehr leistet. Ein bisher rentabler Einsatz kann so unwirtschaftlich werden. Das Unternehmen muss dann höhere Kosten tragen, die Nutzung einschränken oder Zeit und Geld in den Wechsel zu einem anderen KI-Anbieter investieren. Wie sich KI-Abos bereits in Richtung einer verbrauchsabhängigen Abrechnung verändern und was das für die Kostenplanung bedeutet, zeigen wir im Blogbeitrag Der Preis steckt im Kontext.
Wie lokale KI die Kontrolle im Unternehmen hält
Wer weniger von den Betriebs- und Preisentscheidungen eines Cloud-Anbieters abhängen möchte, kann die KI in der eigenen Infrastruktur betreiben. Beim lokalen Betrieb werden Sprachmodelle zusammen mit der KI-Software auf Hardware im Unternehmen installiert.
Damit lässt sich die KI in die eigene IT einbinden: Zugriffsrechte und Löschfristen können nach den eigenen Vorgaben eingerichtet und Verbindungen nach außen über das Unternehmensnetzwerk kontrolliert werden. Vertrauliche Daten lassen sich so mit KI bearbeiten, ohne sie dafür einem Cloud-KI-Anbieter zu übergeben.
Auch die Auswahl der KI lässt sich unabhängig vom Modellangebot eines einzelnen Cloud-Anbieters gestalten. Unternehmen können lokal betreibbare Sprachmodelle verschiedener Entwickler anhand ihrer eigenen Aufgaben vergleichen und die geeigneten Modelle für ihren Betrieb auswählen.

Wann die KI-Software oder ein eingesetztes Sprachmodell aktualisiert wird, bestimmt das Unternehmen beim lokalen Betrieb selbst. Neue Software- und Modellversionen können zunächst mit den eigenen Dokumenten und Anwendungen getestet werden. So lässt sich vor der Einführung prüfen, ob die KI die vorgesehenen Aufgaben zuverlässig erfüllt und bestehende Automatisierungen weiterhin funktionieren.

KI-Kosten unabhängig von Tokenpreisen planen
Lokale KI ist außerdem besser kalkulierbar: Statt eines vom Cloud-Anbieter festgelegten Preises pro Million Tokens bezahlt das Unternehmen die eigene Rechenleistung. Dafür werden Hardware gekauft oder gemietet und die Kosten für Software und technische Betreuung vereinbart. Verarbeitet dieselbe Hardware mehr KI-Anfragen, bleiben ihr Kaufpreis beziehungsweise eine fest vereinbarte Mietrate gleich. Auch die Stromkosten lassen sich vorab abschätzen. Das Unternehmen kann damit auch für intensive KI-Nutzung ein Budget planen, das auf den eigenen Betriebskosten beruht und nicht auf veränderbaren Tokenpreisen eines Cloud-Anbieters.
Souveräne KI mit der IOWIS Plattform

Mit der IOWIS Plattform erhalten Sie eine lokale KI-Komplettlösung aus Software und abgestimmter Hardware. Ihre Mitarbeitenden können damit KI-Assistenten nutzen, Dokumente bearbeiten und auf internes Wissen zugreifen. IOWIS begleitet die technische Einführung und übernimmt die Betreuung.
Die Verarbeitung Ihrer Unternehmensdaten bleibt lokal. Welche Informationen die KI nutzen darf und wer darauf zugreifen kann, legen Sie über die Berechtigungen für Nutzer, Assistenten, Dateien und Wissensdatenbanken fest. Die lokalen KI-Funktionen laufen auch vollständig vom Internet getrennt. Zusätzliche Onlinefunktionen wie eine Websuche werden nur eingerichtet, wenn Ihr Unternehmen sie freigibt.
Die Plattform unterstützt mehrere lokal betriebene Sprachmodelle parallel. IOWIS stellt passende Modelle für Ihre Aufgaben bereit und kann auch von Ihnen gewünschte Modelle einrichten. Sie können ein anderes Sprachmodell einsetzen, während Ihre Mitarbeitenden weiterhin mit derselben IOWIS Plattform und ihrer vertrauten Oberfläche arbeiten.
IOWIS stellt Updates für die Software und die Sprachmodelle bereit. Sie entscheiden, wann diese eingesetzt werden, und können den Zeitpunkt auf Ihre Tests und Wartungszeiten abstimmen.
Die Softwarepakete der IOWIS Plattform haben einen monatlichen Preis pro Nutzer. Damit kalkulieren Sie die Softwarekosten anhand von Nutzerzahl und Funktionsumfang, nicht anhand der verarbeiteten Tokens. Software- und Modellupdates sowie Support sind enthalten. Hardware und Einrichtung werden separat angeboten; für die Hardware stehen Kauf, Miete und Leasing zur Verfügung.
Wie passt die IOWIS Plattform zu Ihrem Unternehmen?
In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie Ihre Mitarbeitenden mit der Plattform arbeiten und wie Sie Assistenten, Wissen und Zugriffsrechte verwalten. Gemeinsam besprechen wir, welche Funktionen und welche Hardware zu Ihrem geplanten Einsatz passen.
Häufige Fragen zu souveräner KI
Reicht ein Serverstandort in Deutschland oder der EU für souveräne KI aus?
Nein. Der Serverstandort allein sagt noch nicht aus, wer die KI-Verarbeitung kontrolliert, welche Zugriffe möglich sind und wer über die eingesetzten Modelle, Updates und Schnittstellen entscheidet.
Für souveräne KI ist außerdem wichtig, ob ein Unternehmen Modelle wechseln und eigene Daten sowie Konfigurationen weiterverwenden kann. Entscheidend sind deshalb die tatsächlichen technischen und vertraglichen Möglichkeiten der Lösung.
Erreichen lokale KI-Modelle dieselbe Leistung wie führende Cloud-Modelle?
Nein. Die leistungsfähigsten proprietären Cloud-Modelle erreichen bei besonders anspruchsvollen Aufgaben weiterhin eine Qualität, die sich mit lokal betreibbaren Modellen auf wirtschaftlich sinnvoller Unternehmenshardware nicht vollständig abbilden lässt.
Für viele konkrete Aufgaben im Unternehmen wird diese maximale Leistungsfähigkeit jedoch nicht benötigt. Entscheidend ist, ob ein Modell die vorgesehenen Aufgaben zuverlässig, schnell und mit der erforderlichen Qualität bearbeiten kann. Ein größeres oder in Benchmarks besser bewertetes Modell ist nicht automatisch die sinnvollere Wahl, wenn seine zusätzliche Leistung im tatsächlichen Einsatz keinen erkennbaren Vorteil bringt.
Open-Weight-Modelle entwickeln sich schnell weiter und verkleinern den Abstand in verschiedenen Bereichen. Benchmarks bieten dabei eine hilfreiche Orientierung, bilden den praktischen Einsatz mit eigenen Dokumenten, Anweisungen und Arbeitsabläufen aber nur teilweise ab.
IOWIS wählt die eingesetzten Modelle deshalb passend zu den vorgesehenen Aufgaben, den Anforderungen an Qualität und Geschwindigkeit sowie der verfügbaren Hardware aus.
Aktuelle Modellvergleiche:
Hat IOWIS dauerhaft Zugriff auf unser System oder erhält Daten aus unserer Infrastruktur?
Nein. IOWIS besitzt standardmäßig keinen administrativen Fernzugriff auf die Plattform. Die Plattform übermittelt auch keine Telemetrie, Nutzungsstatistiken, Fehlerberichte oder Unternehmensinhalte an IOWIS.
Benötigt IOWIS für einen Supportfall Zugriff auf das System, entscheiden Sie, ob und wie dieser eingerichtet wird. Möglich ist beispielsweise ein vorübergehend freigegebener Remotezugang. Auf Wunsch kann ein Vor-Ort-Einsatz separat vereinbart werden.
Können wir unsere Daten und Konfigurationen exportieren und außerhalb der IOWIS Plattform weiterverwenden?
Ja. Eigene Dokumente, Chatverläufe, Assistentenanweisungen und Konfigurationen lassen sich aus der IOWIS Plattform exportieren. Damit stehen Ihnen diese Inhalte auch für die Weiterverwendung außerhalb der Plattform zur Verfügung.
Wie sie in eine andere Lösung übernommen werden, richtet sich nach deren Importmöglichkeiten und technischer Struktur. Je nach Zielsystem können dafür eine Umwandlung der Exportdaten oder Anpassungen an den Konfigurationen erforderlich sein.